BASF erhält Millionenförderung für Batterieprojekt

Laut einer Mitteilung der brandenburgischen Landesregierung erfolge die Förderung „für Forschung und Innovation“ sowie zum Bau der BASF-Anlagen für die Produktion und das Recycling von Batteriematerialien in Schwarzheide. Die Förderkosten tragen der Bund sowie anteilig zu 30 % das Bundesland Brandenburg. „Der Aufbau der Kathodenmaterial-Produktion bei BASF in Schwarzheide ist eine Schlüsselinvestition für die elektromobile Zukunft Europas – ein Projekt, von dem europaweit ein wichtiger Impuls für Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit ausgehen wird“, erklärte Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke.

Projekt ist Teil einer europäischen Batteriestrategie

Kompendium Industrieparks 2012

Bund und Land fördern das Batteriematerialien-Projekt am Standort Schwarzheide. (Bild: BASF)

Neben dem Schwerpunkt der Arbeiten in Schwarzheide sieht das Projekt auch kleinere Anteile am Verbundstandort Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz vor. Das Vorhaben ist Teil des „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) zur Förderung des Aufbaus einer Batterie-Wertschöpfungskette in der Europäischen Union. Ziel dieser europäischen Gesamtinitiative ist es, die Grundlagen für eine innovative, nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktion von Batteriezellen und -modulen in Deutschland und Europa zu schaffen. Kathodenmaterialien, wie von BASF verfolgt, sollen die Leistung und die Kosteneffizienz von Batterien und fördern. Das Recycling von Batteriezellen mit dem Ziel der Rückgewinnung wichtiger Ausgangsstoffe wiederum soll den Bedarf an Rohstoffen reduzieren und damit die Nachhaltigkeit der Batterien erhöhen.

Das BASF-Projekt trage „wesentlich zum Aufbau einer nachhaltigen Batterie-Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge in Europa bei“, erklärte auch die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Elisabeth Winkelmeier-Becker bei der Übergabe des Förderbescheides an den Vorsitzenden der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide, Jürgen Fuchs. (jg)

Neue Anlagenprojekte im Juli 2020

Bildergalerie

Clariant und Eta Bio haben eine Lizenzvereinbarung für die Sunliquid-Zellulose-Ethanol-Technologie unterzeichnet. (Bild: Clariant)
Mit einem eigenen Solarpark will Solvay sein Werk in Linne Herten mit Ökostrom versorgen. Bild: Solvay
Blick in die Produktionshalle des Lödige-Stammwerks in Paderborn: Hier wird bis 2021 einer der größten Einzelaufträge der Firmengeschichte realisiert. (Quelle: Lödige)
Lhyfe errichtet in Bouin eine Produktionsstätte für grünen Wasserstoff. (Bild: ABB)
Ionenaustauscher der Marke Lewatit zur Wasseraufbereitung werden am Standort Bitterfeld produziert. (Bild: Lanxess)
Siemens und Bentley Systems entwickeln für Chandra Asri in Indonesien den ersten digitalen Zwilling der petrochemischen Industrie. (Bild: Chandra Asri)
SATORP Jubail Export Refinery
Air Liquide schließt solides Quartal ab
Am Nouryon Standort Ningbo in China entsteht die neue Hydroperoxid-Anlage
Tesla baut im brandenburgischen Grünheide ein Werk für 500.000 Fahrzeuge pro Jahr. Eine Batteriefertigung gehört allerdings nicht mehr dazu. Bild: Tesla
Von links nach rechts: Tomasz Stępień (Polskie LNG CEO), Piotr Naimski (Staatssekretär im Kanzleramt des polnischen Premierministers, Bevollmächtigter der Regierung für strategische Energieinfrastruktur), Piotr Kledzik (PORR S.A. CEO), Thomas Wehrheim (TGE Gas Engineering GmbH CEO), Marek Gróbarczyk (Minister für maritime Wirtschaft und Binnenschifffahr), Krzysztof Urbaś (Präsident des Verwaltungsrates der Seehäfen Stettin und Świnoujście)
01.07.2020 Ministerpräsident Bouffier läutet den Kohleausstieg im Industriepark Höchst ein Infraserv Höchst leistet einen Beitrag zum Klimaschutz: 300-Millionen-Euro-Investition in hocheffiziente Gasturbinenanlage Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat am Mittwoch, 1. Juli, im Industriepark Höchst die symbolische Grundsteinlegung für den Bau einer neuen Gasturbinenanlage vorgenommen. Gemeinsam mit Jürgen Vormann und Dr. Joachim Kreysing, den Geschäftsführern von Infraserv Höchst, befüllte der Ministerpräsident mit Bauplänen, Tageszeitungen und einigen Münzen eine Metallkapsel, die in den Betonsockel eingebracht wurde. Auch ein in Plexiglas gefasstes Stück Kohle wurde dem Grundstein beigefügt – ein Symbol für den Kohleausstieg, der im Industriepark Höchst mit der Inbetriebnahme der Gasturbinenanlage im Jahr 2022 Realität wird. Getrübt wird die Feierstimmung bei Infraserv Höchst allerdings durch die aktuell anstehende Entscheidung des Bundestags, der voraussichtlich am Freitag im Rahmen der Beschlussfassung über das Kohleausstiegsgesetz die Förderrichtlinien für Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen wie die neuen Gasturbinen ändern wird – und zwar rückwirkend auch für Projekte, deren Realisierung – wie im Industriepark Höchst - bereits begonnen hat. „Schöpfung bewahren, für künftige Generationen Verantwortung tragen“ „Unser Land hat sich mit der Energiewende ambitionierte Ziele gesetzt. Das tun wir nicht aus einer Laune heraus, sondern weil wir die Schöpfung bewahren wollen und für künftige Generationen Verantwortung tragen“, sagte Ministerpräsident Bouffier im Rahmen der Feierstunde. „Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir auch auf unsere Unternehmerinnen und Unternehmer setzen, die mit innovativen Ideen dazu beitragen, dass dieses Projekt gelingt und darüber hinaus ihren Teil dazu beitragen, dass wir CO2-Emissionen einsparen können. Infraserv Höchst ist sich dieser Verantwortung bewusst. Die neue Gasturbinenanlage wird dafür sorgen, dass Emissionen von rund einer Million Tonnen pro Jahr vermieden werden. Das ist beachtlich und ich freue mich sehr, dass wir am heutigen Tag den Grundstein dafür legen konnten.
Feierlicher Spatenstich zur Erweiterung und Modernisierung des Kraftwerkes GuD2 der InfraLeuna: (v.l.n.r.) Dr. Christof Günther, Geschäftsführer InfraLeuna GmbH, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Stéphane Stoll, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kraftanlagen München GmbH.

Anfang des Jahres hatte sich die BASF entschieden, in Schwarzheide einen Produktionsstandort für Batteriematerialien aufzubauen. Nun erhielt der Chemiekonzern für das Projekt einen Förderbescheid in Höhe von 175 Mio. Euro.Read More

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