Clariant schließt Biofuel-Partnerschaft mit Chemtex in China

Die Clariant-Geschäftseinheit Biofuels and Derivatives und Chemtex Global gaben die geschlossene Vereinbarung in einer gemeinsamen Präsentation am 15. August auf dem 7. Asien-Pazifik-Gipfel zur Biomassenutzung in Guangzhou bekannt. „China stellt für Clariant einen der wichtigsten Wachstumsmärkte dar. Diese strategische Partnerschaft mit Chemtex ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg, das Unternehmensziel der Wertschöpfung durch Nachhaltigkeit weiter zu verfolgen“, sagt Christian Librera, Leiter von Biofuels and Derivatives bei Clariant. „Sie ist auch entscheidend für die weitere Stärkung unserer Position auf dem nationalen 2G-Biokraftstoffmarkt, indem sie unseren Kunden eine umfassende Lösung für die Entwicklung, den Bau und die Inbetriebnahme ihrer grosstechnischen Zellulose-Ethanolanlagen in China entlang des ‚grünen‘ Entwicklungspfades des Landes bietet.“

Bioethanol für größten PKW-Markt der Welt

Clariant will mit Hilfe von Chemtex seine Sunliquid-Technoligie für Bioethanol in China vermarkten. (Bild. Clariant)

Clariant will mit Hilfe von Chemtex seine Sunliquid-Technoligie für Bioethanol in China vermarkten. (Bild. Clariant)

Als größter PKW-Markt der Welt ist die Umweltbelastung durch Treibhausgas-Emissionen aus dem Straßenverkehr zu einer großen Herausforderung für die chinesische Regierung geworden. Im Jahr 2017 billigte der Staatsrat der VR China einen strategischen Plan zum Einsatz von Bioethanol aus landwirtschaftlichen Rückständen als Treibstoff für Kraftfahrzeuge. Im Rahmen des vorgeschlagenen landesweiten Beimischungsmandats muss das gesamte für Kraftfahrzeuge verwendete Benzin Bioethanol als Zusatz enthalten. Die Sunliquid-Technologie soll als effizientes Verfahren zur Umwandlung landwirtschaftlicher Rückstände in Biokraftstoff hierbei helfen. Die dabei eingesetzten landwirtschaftlichen Rückstände werden bisher meist nach der Ernte auf den Feldern verbrannt und sind eine saisonale Quelle der Luftverschmutzung.

Das kombinierte Angebot von Clariant und Chemtex soll Bioethanol-Technologielizenzen und EPC-Dienstleistungen umfassen. Kunden in China sollen damit ihre eigenen Großanlagen erfolgreich planen, bauen und betreiben können. Während Clariant Lizenzen für die Sunliquid-Technologie, technische Dienstleistungen und die Lieferung von Starterkulturen aus ihrer firmeneigenen Enzym- und Hefeplattform anbieten wird, ist Chemtex für das Engineering, die Beschaffung und den Bau verantwortlich. „Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden beide Unternehmen ihre Kräfte bündeln, um unsere potenziellen Kunden in China mit der Entwicklung und dem EPC-Service von kommerziellen Anlagen zur Herstellung von Zellulose-Ethanol aus landwirtschaftlichen Rückständen zu unterstützen“, sagt Sean Ma, Chairman und CEO von Chemtex. (ak)

Wasserstoff-Projekte in Europa

Bildergalerie

Großprojekt in EU NorthH2 soll 800 kt/a Wasserstoff erzeugen. Ein Konsortium aus Gasunie, Groningen Seaports und Shell Nederland hat ein Großprojekt für grünen Wasserstoff gestartet. Unter der Bezeichnung NortH2 sollen im niederländischen Eemshaven in der Provinz Groningen aus Windenergie jährlich 800.000 Tonnen H2 produziert werden. Bild: bluedesign – stock.adobe.com
Ab Ende 2022 soll ein öffentlich zugängliches Wasserstoffnetz Industrieunternehmen in Niedersachsen und NRW mit grünem Wasserstoff versorgen. Das Projekt der Partner Evonik, BP, RWE, Nowega und OGE wäre das erste seiner Art in Deutschland.Mehr zum Projekt Bild: Evonik
5 Mio. Euro Förderung Elektrolyse-Projekt inBaden-Württemberg Unter der Federführung des ZSW wurde das Projekt „Elektrolyse made in Baden-Württemberg“ gestartet. Es soll die Potenziale der Wirtschaft im Südwesten für Wasserstoff nutzbar machen.  Bild: ZSW
 Großanlage geplant Wasserstoff aus Windstrom im niederländischen Vlissingen In Südholland soll für mehr als eine Milliarde Euro eine der größten Wasserstoffanlagen der Welt entstehen. ln der Anlage, die bis 2030 entstehen soll, soll Strom aus Offshore-Windanlagen genutzt werden. Bis 2025 soll zunächst für 100 Mio. Euro eine Pilotanlage gebaut werden. Bild: adobe stock
Studie Woher kommt der Wasserstoff bis 2050? Die Deutsche Energieagentur Dena hat im Projekt GermanHy eine neue Studie veröffentlicht, in der drei unterschiedliche Szenarien für die künfige Bereitstellung von Wasserstoff als Energieträger in Deutschland bis 2050 untersucht wird. Ziel: eine deutsche Wasserstoff-Roadmap. Die Studie ist unter www.dena.de verfügbar.  Bild: Thomas – stock.adobe.com
CO2-Reduktion  mit grünem H2 KIT forscht an neuem Verfahren Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht derzeit eine Versuchsanlage, um in einem neuen Verfahren klimaschädliches Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre zu entfernen. Die Anlage soll dabei noch hochreines Kohlenstoffpulver produzieren und damit anderen Technologien überlegen sein. Bild: KIT

Clariant hat eine strategische Partnerschaft mit dem Anlagenbauer Chemtex geschlossen, um gemeinsam Biokraftstoff-Projekte der zweiten Generation in China umzusetzen. Dazu gehören Dienstleistungen und Lieferungen für Biokraftstoffanlagen sowie die Vermarktung von Clariants Sunliquid-Technologie.Read More

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