Niedriger Ölpreis macht Borealis zu schaffen

Borealis gab für den Zeitraum April bis Juli 2020 einen Nettogewinn von 64 Mio. Euro bekannt, während im Vergleichszeitraum 2019 328 Mio. Euro erzielt wurden. Der Gewinnrückgang im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 ist nach Angaben des Unternehmens hauptsächlich auf die negative Entwicklung des Vorratswerts aufgrund des sinkenden Ölpreises, einen verringerten Vorteil aus der Nutzung leichter Rohstoffe im Vergleich zu Naphtha sowie die außerplanmäßige Abschaltung des Steamcrackers in Schweden zurückzuführen. Der Polyolefinabsatz blieb auch während der Pandemie relativ stabil, und auch das Pflanzennährstoffgeschäft konnte das Vorjahresniveau halten. Borouge hingegen verzeichnete höhere Absatzvolumina im Jahresvergleich, musste jedoch Ertragseinbußen aufgrund der niedrigeren Polyolefinpreise in Asien hinnehmen. Der Umsatz sank auf 1,89 Mrd. Euro gegenüber 2,58 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.

Besserung im zweiten Halbjahr erwartet

„Das europäische Polyolefin-Branchenumfeld wurde von Covid-19 und dem Fall des Ölpreises seit Ende des ersten Quartals 2020 stark getroffen. Die Krise hat uns allerdings gezeigt, wie wichtig unsere Produkte für ein nachhaltiges Leben während einer Pandemie sind. Bestimmte Segmente unseres diversifizierten Anwendungsportfolios haben eine gute Performance gezeigt, wie beispielsweise Healthcare, Teile des Konsumverpackungsbereichs oder auch die Pflanzennährstoffsparte. Unserem Automotive-Geschäft hingegen blieben die Herausforderungen nicht erspart, mit denen auch viele andere Akteure der Branche konfrontiert waren“, erklärt Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender von Borealis.

„Das Resilience-Programm, das wir mit dem Fokus auf Kosteneinsparungen und Investitionen ins Leben gerufen haben, hilft uns dabei, auch während der Covid-19-Krise positive Ergebnisse einzufahren und einen starken Cashflow sicherzustellen. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir einen Anstieg des Nettogewinns im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020. Borealis ist gut aufgestellt, um diese von Herausforderungen geprägte Zeit erfolgreich zu meistern und weiterhin ein starker Partner für unsere Kunden und die Wertschöpfungskette zu bleiben.“ (jg)

Die 10 größten Chemieunternehmen der Welt

Bildergalerie

Diese Bildergalerie zeigt Ihnen das Who is Who der weltweiten Chemiehersteller 2019. Für die Platzierungen wurde jeweils der Umsatz des gesamten Unternehmens berücksichtigt. Die Daten stammen aus der Forbes-Global-2000-Liste. Bild: industrieblick – Fotolia
Linde verlängert Teilnahme an Kohlendioxid-Forschungskonsortium
NichtNicht mehr in den Top 10 sind folgende Unternehmen: ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,PPG Industries Inc. sichert sich Platz 9. Die US-Amerikaner sind ein führender Hersteller von Anstrichfarbe, Glas und Chemikalien und hat im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 15,37 Mrd. US-D erwirtschaften. Die Produktpalette umfasst Schutz- und Dekorationsfarben, Dichtungsmittel, Klebstoffe sowie Industrie- und Spezialchemikalien.  Bild: PPG Industries
 Covestro zählt zu den führenden Herstellern von Hightech-Polymerwerkstoffen und schafft es mit einem Umsatz von 13,4 Mrd. USD (Vorjahr 16,37 Mrd. USD) auf Platz 8. Die Produkte und Anwendungslösungen des Unternehmens aus Leverkusen stecken in nahezu allen Produkten des modernen Lebens. Zu den Kunden gehören Unternehmen aus den Bereichen Automobilindustrie, Bauwesen und Elektronik sowie aus der Möbel-, Sport- und Textilindustrie. Bild: Covestro
Die Top 10 der deutschen Chemieunternehmen
Air Liquide baut neue Luftzerlegungsanlage in USA
Fluor erhält FEED-Auftrag von Lyondellbasell
Der Metall- und Chemiekonzern Sabic sitzt in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. (Bild: Sabic)
Mit einem Umsatz von 49,9 Mrd. USD (Vorjahr 45,31 Mrd. USD) geht Platz 3 an die Bayer AG. Das breite Sortiment an Produkten und die Forschungsschwerpunkte des Leverkusener Konzerns sind auf die Gesundheitsversorgung, den Pflanzenschutz und die Schädlingsbekämpfung ausgerichtet.  Bild: Bayer
Die zweite Produktionsanlage in Ludwigshafen verdoppelt die Produktionskapazität für Acrylate der Marke Acresin. (Bild: BASF)
Dow-Hauptquartier in Midland, Michigan, USA. (Bild: Dow Chemicals)

Borealis hat für das zweite Quartal 2020 deutlich sinkende Umsätze und Gewinne gemeldet. Ein Problem waren für den Petrochemie-Konzern vor allem die niedrigen Ölpreise.Read More

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht in Uncategorized.