Henkel robust trotz Covid-19-Pandemie

„Im ersten Halbjahr 2020 war Henkel stark von dem weltweit deutlichen wirtschaftlichen Abschwung und dem starken Rückgang der Nachfrage in vielen Branchen betroffen. Während dieser beispiellosen globalen Krise liegt unser Fokus darauf, Mitarbeiter zu schützen, Kunden zu beliefern, Geschäftskontinuität zu gewährleisten und unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. Dank des hervorragenden Teamgeistes und Engagements unserer Mitarbeiter auf der ganzen Welt ist uns das im ersten Halbjahr gut gelungen. Die Breite unseres Portfolios im Konsumenten- und Industriegeschäft hat dazu beigetragen, die Auswirkungen der Krise auf unsere gesamte Umsatz- und Ergebnisentwicklung abzumildern“, erklärte der Vorstandsvoritzende Carsten Knobel.

Weder Kurzarbeit noch Entlassungen

Das Waschmittel-Geschäft gehörte noch zu den Lichtblicken im dritten Quartal 2019. (Bild: Henkel)

Die Henkel-Sparten Adhesive Technologies und Beauty Care waren besonders durch eine deutlich rückläufige Nachfrage betroffen. Laundry & Home Care profitierte von der gestiegenen Nachfrage nach Reinigungsmitteln. (Bild: Henkel )

Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von rund 9,5 Mrd. Euro (nominal -6,0 % zum Vorjahr), ein betriebliches Ergebnis von 1,2 Mrd. Euro (-27,5 %) und eine Ebit-Marge von 12,6 %. Kobel betonte, das Unternehmen habe keine Kurzarbeit eingeführt oder Staatshilfen beantragt, und wegen der Pandemie auch keine Arbeitsplätze abgebaut: „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir in einem außergewöhnlich herausfordernden Umfeld eine insgesamt robuste Geschäftsentwicklung verzeichnet haben.“ Im Verlauf der ersten sechs Monate war die Sparte Adhesive Technologies vor allem durch eine deutlich rückläufige Nachfrage in wichtigen Kundenbranchen betroffen. Die Entwicklung von Beauty Care wurde hauptsächlich durch die deutlich negative Entwicklung im Friseurgeschäft beeinflusst, getrieben von den behördlich angeordneten Salonschließungen in zahlreichen Ländern. Laundry & Home Care zeigte eine sehr starke Entwicklung, auch unterstützt durch einen Anstieg der Nachfrage nach Reinigungsmitteln. „Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten können wir derzeit keinen neuen und belastbaren Ausblick für das Gesamtjahr geben“, sagte Knobel.

„Während wir die aktuelle Krise bewältigen, verfolgen wir weiterhin unsere ambitionierte Wachstumsagenda für die kommenden Jahre. Wir haben erste Initiativen unseres neuen strategischen Rahmens gestartet und wir werden die Umsetzung unserer Agenda für ganzheitliches Wachstum weiterhin aktiv vorantreiben“, so Knobel. Anfang März 2020 hatte Henkel seine Wachstumsagenda für die kommenden Jahre vorgestellt und dafür einen klaren strategischen Rahmen entwickelt. Dazu gehören: ein zukunftsfähiges Portfolio, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, vor allem in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung, schlanke Geschäftsprozesse und neue Geschäftsmodelle sowie eine starke Unternehmenskultur. „Dieser strategische Rahmen wird uns helfen, die nächste Dekade für Henkel mit einem klaren Fokus auf ganzheitliches Wachstum zu gewinnen“, erklärte Knobel. „Wir haben seit der Vorstellung im März bereits gute Fortschritte bei der Einleitung und Umsetzung erster Maßnahmen gemacht.“

Detaillierte Geschäftszahlen der einzelnen Sparten und Informationen zur Wachstumsagenda von Henkel finden sie in der Mitteilung des Unternehmens. (ak)

So könnte die Chemieindustrie 2040 aussehen

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Februar 2013
Szenario 1, Speerspitze in eine grüne Zukunft: Im ersten Szenario übernimmt die Chemieindustrie eine tragende Rolle in einer nachhaltigen, kollaborativen Welt. Die Märkte sind offen und die Kunden verlangen immer mehr Produkte, die dem Umweltgedanken gerecht werden. Deshalb wird auch die Chemieindustrie Teil eines großen, orchestrierten und branchenübergreifenden Verbunds. Die europäischen Player schaffen es, Wertschöpfung in einer Kreislaufwirtschaft zu erzielen, und investieren massiv in Innovationen. Zudem entsteht sukzessive ein Netzwerk von Partnerschaften aller Branchenplayer entlang der Wertschöpfungskette. Auch werden Start-ups gegründet, die vermehrt auf digitale Potenziale setzen. Allerdings agieren die Unternehmen unter vergleichsweise strengen Umweltauflagen – die sich aber weltweit angleichen. (Bild:  lassedesignen – AdobeStock)
Chevron zieht sich aus Schiefergas-Deal mit der Ukraine zurück
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Processnet: Arbeitskreis Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft nimmt Arbeit auf

Der Konsumgüterkonzern Henkel zeigt sich angesichts der Covid-19-Pandemie widerstandsfähig. Zwar sanken Umsatz und Ergebnis deutlich im Vergleich zum Vorjahr, im Vordergrund stünden derzeit jedoch Sicherheit der Mitarbeiter, Belieferung der Kunden und gesellschaftliche Verantwortung.Read More

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